Zur Nachahmung angestiftet?

2013 hat die Architekturinitiative ARCHelmoma, basierend auf dem Projekt „Schulhofgestaltung in Eisenerz“, das einerseits als Lehrprojekt von mir entwickelt worden ist und andererseits im Rahmen der Architekturtage 2012 weitergeführt wurde, das Projekt Papperlapapp – Wir bauen unsere eigene Stadt konzipiert und erfolgreich umgesetzt.

Was war die Idee dahinter?
In einem mehrphasigen Projektaufbau wurden SchülerInnen und Jugendliche nach ihren Wünschen und nach ihrer Wahrnehmung gefragt. Diese Ergebnisse wurden dann gesammelt, diskutiert und reflektiert sowie auch modellhaft, je nach Inhalt oder Vorgabe, umgesetzt.

Was war neu daran?

Wir gingen mit den Kindern in die Stadt hinaus und fragten sie nach ihrer Meinung, nach ihren Wünschen und auch danach, was sie gerne, wenn sie es könnten, im Stadtraum verändern würden. Ziel war es, und ist es in unseren Projekten immer, ihnen zu lehren, in spielerischer Weise, wie sie ihre Wahrnehmung und ihre Wünsche kommunizieren können. Es ist auch wichtig, ihnen zu erklären, dass sie selbst sprechen müssen, nicht so, wie es meist passiert, über ihre Eltern oder LehrerInnen. Neu war auch, dass uns LehrerInnen und Mütter begleitet haben und somit einen Einblick in unsere Arbeitsweise erhalten haben.

Wiederholung erwünscht?
Mittlerweile gibt es vermehrt Vermittlungsprojekte an Schulen, die sich mit der Raumwahrnehmung und Raumerforschung von SchülerInnen beschäftigen. Manche dieser Projekte weisen ähnliche Ansätze wie unser beispielhaftes Projekt. Dies zeigt die Aktualität und betont die Wichtigkeit dessen, was wir VermittlerInnen im außerschulischen Bereich leisten.

Link zum Projektbericht: Papperlapapp

Link zur Broschüre: Raumgestalten 2012/13

Erkenntnis!
Gerade die jüngste Generation sollte in die Gestaltung ihrer Räume (Spielen, Wohnen, Lernen) aktiv miteinbezogen werden. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen und Ideen, wie diese Räume gestaltet werden sollen, aber oftmals können sie dies nicht so kommunizieren, sodass Wünsche in der Übermittlung durch die Erwachsenen an die PlanerInnen oft anders interpretiert und so anders weitergegeben werden. Diese Überlegungen sind Teil meiner Didaktik, die ich in meiner Lehre anwende sowie in der Förderung von Studierenden und SchülerInnen. Ich freue mich sehr darauf, in meiner Lehre an der Kunstuniversität Linz gemeinsam mit meinen Studierenden neue Konzepte und Projekte zu entwickeln, sie zu motivieren, mit ihnen zu diskutieren, reflektieren und neue Wege in der Lehre zu beschreiten.

Eine Übersicht über aktuelle Projekte 2015, die von KulturKontaktAustria im Rahmen der Ausschreibungen Raumgestalten und culture connected gefördert werden, bieten die nachstehenden Webseitenlinks.

Raumgestalten 2015 | Steiermark
culture connected 2015

Zum Nachlesen:
Raumgestalten

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