Wettbewerb

geschoss11

| NeuGestaltung Hauptbibliothek | TU Graz
Wettbewerb 2011/12
Marion Starzacher | Franziska Schruth

AUFGABE
Nach dem Außenumbau soll nun in einer neuen Bauphase die Umgestaltung des Innenbereichs der TUB in Angriff genommen werden. Neben klar definierten funktionalen und technischen Anforderungen soll der Umbau auch atmosphärisch eingreifen. Angenehme und funktional / technisch ausgestattete Bibliotheksräume sollen den Benutzern das Arbeiten und Lesen noch leichter werden lassen. Durch den Umzug der Magazine in das Tiefgeschoss sind nun Raumressourcen freigeworden, die in leicht zugängliche Freihandmagazine nach dem Prinzip der neuen Freihandaufstellung im 4.OG umgewandelt werden sollen.

Wichtige Punkte sind akustische Verbesserungen im Bereich der Lesesäle und eine Änderung der Oberflächen, ins besonders der Bodenbeläge in Bezug auf die starke mechanische Beanspruchung / Abnutzung.

Veränderungen in der Aufteilung der Geschosse sind aus logistischen Gründen, da es keine Gesamtinnenerschließung der TUB gibt, nicht möglich, daher bleibt die funktionale Zuordnung lt. Bestand.
Das innere Erscheinungsbild der Bibliothek soll grundsätzlich gewahrt bleiben. Mit Hilfe von Farben, unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten, sollen Akzente gesetzt werden, die die vorhandene Struktur unterstreichen bzw. gezielt an ausgesuchten Stellen unter Nutzung der Gegebenheiten eine Verfremdung des Bestands herbeiführen und neue Funktionen integrieren.

Es soll eine öffentliche, allgemein zugängliche Bibliothek und in den gegebenen Örtlichkeiten und Situationen klar und übersichtlich gestaltet sein.

ENTWURF
Richtungweisend war die Idee einer Bibliothek des 21. Jhs, in dieser Altes & Neues | Bewährtes & Innovatives miteinander kombiniert werden. Somit wird eine einzigartige Arbeitsatmosphäre geschaffen, die den Bedürfnissen der MitarbeiterInnen und NutzerInnen entgegenkommt und auch die unterschiedlichsten Arbeitsbedingungen anbietet. Durch die Technisierung und der digitalgestützten Arbeitsmethoden sind neue Anforderungen an Bibliotheken entstanden, auf die dieser Entwurf reagiert: unterschiedlichste Arbeitsplatzformen oder Kopier- und Scankojen.

Die Zonierung in Buch-, Mitarbeiter-, Lese- (unterschiedliche Formen), Arbeits- (unterschiedliche Formen) und Informationsbereiche schafft eine leichte Orientierung und betont die Struktur und Klarheit des Gebäudes. Die Raumwirkung wird durch das Entfernen der hölzernen Einbauten, Innenwände und der Verkleidungen wieder hergestellt, dadurch ergibt sich auch eine ungestörte Sicht auf die Außenfassade und das Stützenraster ist wieder spürbar.

Die nicht vorhandene durchgängige innere Erschließung der 4 Bibliotheksgeschosse wird durch ein Leitsystem und Wegweiser ersetzt, die die Besucher von außen nach innen begleiten, sodass sich ein Eindruck und Gefühl der Verbindung ergibt. Der Hauptzugang von der Technikerstraße soll klar ersichtlich sein und im Inneren sind die Zugänge zu den Hauptgeschossen (1. und 3. OG) der Bibliothek im Wegweisersystem klar gekennzeichnet und durch eine Wandverkleidung im zentralen Stiegenhaus beim Eingang betont. Die Fluchtwegportale im 2. und 4. Geschoss sind vom zentralen Stiegenhaus aus nicht als Eingangsmöglichkeit ersichtlich und dementsprechend nicht markiert.

Als weiteres verbindendes Element wird die Wendeltreppe zwischen dem 2., 3. und 4. Geschoss präsentiert und durch eine auffallende Leuchte im Treppenauge wird die Vertikalrichtung als Verbindungsrichtung stark betont.

Die Verbindung und Zusammengehörigkeit der einzelnen Geschosse wird durch das Farbkonzept, das sich in Leitsystem, Möblierung und Einzellementen widerspiegelt, hervorgehoben. Es gibt gleichartige Elemente in allen Geschossen, die das Wiedererkennen fördern sollen und auch eine leichte Orientierung ermöglichen.

IDEE
Ein zentrales Anliegen ist die Stärkung der Außendarstellung der TUB durch ein Leitsystem, durch Wegweiser am und im Gebäude, im Inneren der einzelnen Bibliotheksgeschosse. Mit diesem Leitsystem soll neben der leichteren Orientierung im Gebäude gleichzeitig eine eigene Identität geschaffen werden, eine Coporate Identity, die nach außen unverkennbar sein soll. Aber es soll auch auf die Anforderungen, die sich durch technische Neuerungen und „andere“ Nutzerbedürfnisse ergeben, in der Zonierung und Ausstattung reagiert werden.
Ein sich durch alle Elemente ziehendes Farbkonzept schafft eine Wiedererkennbarkeit und leichtere Orientierung. Durch die Verwendung von „warmen Farben“ (gelb – braun) in bestimmten Bereichen (Wegweiser, Möbel, Wandelemente) wird eine angenehme, ruhige Stimmung erzeugt, in der einzelne Elemente hervorstechen und so die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ohne eine Unruhe zu erzeugen. Gleichzeitig gibt es eine Zonierung, die in den einzelnen Geschossen klare Bereiche und Abhängigkeiten zeigt, die jedoch sporadisch gezielt durchbrochen werden. Die Zonierung ist in allen vier Geschossen ähnlich – Ausleihe, Buchaufstellungs-, Lese-, Arbeitsbereiche – um die Orientierung und Wiedererkennung zu erleichtern. Diese Intention wird durch sich wiederholende formale Elemente betont.

Wichtig ist das Schaffen einer warmen, leistungsfördernden Atmosphäre, die alle zum Verweilen einlädt. Dies wird unter anderem durch die Stärkung des baulichen Bestandes in Form des „Freispielens der Fassade und Stützen“ von eingrenzenden Elementen erreicht. Weiters wird auf blickdichte Einbauten und Barrieren verzichtet.

Mit der Lage der Ausleihe | Information im 1. und 3. Geschoss wird ein Element aus dem Ursprungsentwurf wiederverwendet, in dem diese zentralen Funktionen in der Mitte des Geschosses situiert waren.

Ziel ist die Generierung eines multifunktionalen modernen Bibliotheksraumes, der den Anforderungen des 21. Jhs gerecht wird.

Die Wettbewerbsplakate finden Sie hier Blatt 1 und Blatt 2

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